Kronacker Blog
Auswirkungen des Wetters auf unsere gärtnerische Tätigkeit
Das schöne Wetter der letzten Wochen macht einerseits gute Laune andererseits stimmt es uns auch sehr bedenklich: Es ist zu warm und viel zu trocken.
Die Prognosen durch die Klimaveränderung sagen das voraus, nasse Winter, trockene Sommer.
Natürlich ist ein Jahr nicht beweiskräftig genug, um die Prognose zu unterlegen, aber wenn wir uns die letzten Jahre anschauen, ist die Tendenz sehr eindeutig. Es wird wärmer, die Sommer werden trockener, die Extreme nehmen zu – z.B. vier Wochen Frost im Februar und jetzt das „Toskana-Wetter“ seit dem 2. Mai. Vom 2. Mai bis Mitte Juni war es trocken, das sind 7 Wochen in der Hauptwachstumsphase der Pflanzen ohne nennenswerte Niederschläge mit dazu hohen Temperaturen. Die Getreideernte fällt dadurch auch schlecht aus.
Wie sieht es beim Gemüse aus?
Dadurch, dass wir seit einem Jahr alle Flächen beregnen können, kommen die Kulturen, die kurze Wachstumszeiten haben, wie z.B. Salat gut durch die Trockenheit, Kulturen, die langsam wachsen, wie die Möhre, brauchen sehr viel Wasser, soviel können und wollen wir auch nicht bewässern, diese Kulturen müssen mit Trockenheit umgehen lernen, der Geschmack wird dadurch etwas intensiver, der Rübenkörper ist nicht ganz glatt und wird etwas fester.
Dem Kohl gefällt das Wetter überhaupt nicht, er mag es kühl und nass, die Trockenheit die Wärme setzen ihm zu, da schafft das Beregnen nur eine kleine Abhilfe. Die Pflanzensäfte in den Blättern sind durch die hohe Sonneneinstrahlung zu zuckerhaltig, das lockt die Insekten an; die Kohlernte wird schlecht ausfallen.
Die Vielfalt unserer Kulturen schafft aber den Ausgleich: die Tomatenernte wird voraussichtlich sehr gut!
