Kronacker Blog
Das Freiland wird bepflanzt

Die Arbeit verlagert sich jetzt kontinuierlich zu den Freilandkulturen. Bis Ende Sommer werden alle vierzehn Tage Jungpflanzen gesetzt, davor müssen die Beete natürlich erst mal laufend zur Pflanzung vorbereitet werden. Diese Woche werden z. B. die alten Zucker-Maisstängel vom Vorjahr gemulcht. Wir warten damit immer auf die ersten warmen Tage, weil in den Stängeln viele Marienkäfer überwintern, sobald es warm wird fliegen sie aus und suchen sich andere Verstecke. Nach dem Häckseln der Stängel wird der Boden mehrmals flach bearbeitet, bevor die Beete zur Pflanzung angelegt werden. Das Pflanzen erfolgt mit einer einfachen mechanischen Pflanzmaschine. Zurzeit wachsen Salate, Spinat, Kräuter, Lauchzwiebeln, Porree, Kohlrabi, Spitzkohl, Blumenkohl, Broccoli und Pak Choy auf den Beeten.

Am Sonntag hat sich eine große Gruppe Frühaufsteher zur diesjährigen Vogelwanderung aufgemacht. Wir sind diesmal and die Moorkante des Günnemoors gelaufen, um die dort lebenden Wasservögel zu beobachten. Neben verschiedenen Entenarten haben wir Graugänse gesehen und einen brütenden Kranich mit dem Fernrohr beobachtet. Weiter leben im Moor z. B. der große Brachvogel und Kiebitze, die in der Intensivlandwirtschaft keine Überlebenschancen mehr haben. Mehrer Silberreiher haben im Wasser nach Futter gesucht, den Seeadler haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen.
Das Günnemoor ist ein abgetorftes Hochmoor das wiedervernässt wird. Auf den Wasserflächen wächst bereits wieder das Torfmoos, das ein Hochmoor entstehen lässt. In einem Jahr wächst das Moor etwa 1mm.
Wir bedanken uns bei Heiko Ilchmann vom NABU Hambergen für den sehr informativen und interessanten Spaziergang.
