Demeter

Kronacker Blog

18
Apr

Vogelwanderung mit dem NABU Hambergen

Nach Kaffee und Hörnchen hat sich am Sonntagmorgen eine größere Gruppe Frühaufsteher auf den Weg zur diesjährigen Vogelwanderung gemacht. Es war noch sehr frisch, dafür genossen alle den strahlenden Sonnenschein. Am Anfang betonte Heiko Ilchmann noch einmal, wie besonders das Gebiet um die Gärtnerei herum ist; Mit seinen Hecken, alten Bäumen und den Wasserflächen ist dieses Areal ein idealer Lebensort für viele Vogelarten und Insekten. Durch die industrielle Landwirtschaft sind leider bereits viele wertvolle Biotope verschwunden und mit ihnen die Tierarten, die auf sie angewiesen sind. Jeder der einen kleinen Garten hat, kann hier mithelfen Rückzugesgebiete für die Vogel- und Insektenwelt zu schaffen: Pflanzen Sie einheimische Gehölze und Sträucher, lassen Sie das Gras in Ihrem Garten an einigen Stellen wachsen und blühen.

Einige Zugvögel sind schon aus den Winterquartieren zurück, einer  von ihnen ist der Baumpieper. Ähnlich wie die Feldlerche, fällt er durch seinen Singflug auf.  Der Singflug des Baumpiepers erfolgt vom frühen Morgen bis zum Mittag und dann wieder am späten Nachmittag. Er dient vornehmlich der Reviermarkierung, ist laut und melodisch und wird auf eine charakteristische Weise vorgetragen. Ausgangspunkt des Singfluges ist meist die Spitze eines Baumes, von dieser steigt er schweigend 10 bis 30 Meter hoch und lässt kurz vor dem höchsten Punkt des Fluges ein leise beginnendes und zunehmend lauteres „ziziziwiswiswis“ ertönen, dann folgt häufig ein kanarienähnlicher Roller und ein „zia zia zia zia“ bevor er auf den Ausgangspunkt zurückkehrt. Dieser kleine Vogel ist ein Langstreckenzieher, die Abwanderung beginnt vereinzelt im Juni bis Anfang September, dabei überfliegen sie auch die Alpen und ziehen bis nach Südafrika, erstaunlich!

Auch die Mönchsgrasmücke war sehr geschwätzig an diesem Morgen, ihre Winterquartiere führen sie ebenfalls bis Südafrika. Bei den Wasservögeln haben wir unter anderem die Kriekente, den Haubentaucher, die Nonnengans und auch die Graugans beobachtet.

Es war wieder ein sehr schöner Sonntagmorgenspaziergang mit vielen Eindrücken, dafür sei besonders Heiko Ilchmann vom NABU Hambergen gedankt! Im nächsten Jahr wollen wir früher starten, schon um 6 Uhr, damit wir das „Erwachen“ der Vogelstimmen erleben können, den Kaffee mit Hörnchen gibt’s dann danach.







 
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