Demeter

Kronacker Blog

05
Okt

Es gibt wieder eigene Säfte

Letzte Woche haben wir wieder Saft gepresst. Die Ernte fällt sehr gut aus, auch unser alter über 100-jähriger Süßapfel hat wieder gut getragen. Das Wetter während der Blüte war nicht ideal, es war windig und kühl aber wir hatten keine Fröste, die die Blüten abfrieren ließen. Unsere Bienen konnten optimal bestäuben.

Ab nächster Woche bieten wir dann folgende Sorten an:

  • Apfel-Rote-Bete-Saft  
    sehr fruchtiges Aroma mit einem Hauch Rote                                                                Bete im Abgang,
  • Apfelsaft naturtrüb
    rundes, ausgeglichenes Süß-Säure-Verhältnis

 

Streuobstwiesen haben für unsere Landschaft einen sehr hohen ökologischen Wert. Für die Streuobstwiese eignen sich nur robuste, veredelte oder unveredelte Hochstämme. Die Sortenvielfalt hat stets einen regionalen Bezug; traditionelle Artenzusammensetzung und Sortenauswahl weisen einen sehr hohen Spezialisierungsgrad an unterschiedliche Standorte und Nutzungen auf. Von den über 3.000 Apfelsorten Mitteleuropas sind nur 60 im deutschen Handel: Streuobstwiesen sind das Genreservoir alter Regionalsorten. Die vielfältigen Ausprägungen sind auch Ausdruck landschaftsschützerischer Aspekte: Obstbäume können den Boden an Hängen festhalten, sodass eine Weidewirtschaft nachhaltig durchführbar ist. Die im 18. Jahrhundert typischen Streuobstgürtel der Siedlungen wirkten auch als Windschutz. Extreme Temperaturen werden abgeschwächt und die Windgeschwindigkeit vermindert. Mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen, Blühzeiten und -farben und Herbstfärbungen nehmen sie auch eine gestalterische Funktion wahr. In Streuobstwiesen können zwischen 2.000 und 5.000 Tierarten beheimatet sein. Den größten Anteil nehmen dabei Insekten, wie Käfer, Wespen, Hummeln und Bienen ein. Auch die Vielfalt der Spinnentiere und Tausendfüßer ist groß. Die Honigbiene spielt für die Bestäubung der Obstbäume die herausragende Rolle. Durch die Überwinterung als komplettes Bienenvolk mit mehr als 10.000 Einzelbienen sind sie in der Lage, den größten Teil der Bestäubungsleistung zu erbringen.







 
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