Kronacker Blog
Warenkunde Postelein
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Portulakgewächse: Zu dieser relativ kleinen Familie gehören etwa 30 Gattungen und 300 Arten, die in den Tropen und Subtropen beheimatet sind. Als Gemüsearten sind in Europa Sommer- und Winterportulak am bekanntesten und bedeutsamsten. Der deutsche Begriff Portulak stammt ebenso wie in anderen Sprachen vom lateinischen portulaca ab, diesen Namen erwähnte schon Plinius. Die Wildform von Portulak stammt wahrscheinlich aus dem westlichen Asien und verbreitete sich von dort aus als kultiviertes Unkraut. Sommerportulak wurde schon im Mittelalter als Kulturform angebaut und war in England sehr beliebt. Das Kräuterbuch von Fuchs (1543) beschreibt sowohl den in Deutschland kultivierten als auch den wilden Portulak als „Burtzel“.
Als einjährige Pflanze bildet Sommerportulak eiförmige, fleischige Blätter. Die zartfleischigen und saftigen Blätter dienen als Gemüse, sie sind hell- bis dunkelgrün, wachsen aufrecht und erreichen eine Höhe 15-30cm Höhe. In der Mitte des Blattes erscheint eine weiße Fünfsternige Blüte, die mitgegessen werden kann.
In der Gärtnerei bauen wir nur Winterportulak oder Postelein an, seine Blätter sind nicht so fleischig wie die des Sommerportulak, aber er wächst bei geringen Temperaturen und ist frostverträglich, also ein idealer Wintersalat.
Die Inhaltstoffe sind den anderen Gartensalaten ähnlich, unter anderem enthalten die Blätter Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen. Unsere Ernte beginnt in einem frühen Stadium des Wachstums. Wenn die zarten Blätter nicht zu tief abgeschnitten werden, sind mehrere Ernten in der Saison von November bis April möglich. Zur Lagerung legt man die fleischigen Blätter des Posteleins locker in eine mit einem feuchten Tuch abgedeckte Schüssel. So bleiben die Blätter im Kühlschrank bei 2 bis 4 °C maximal sechs bis acht Tage haltbar.Rohe Blätter sind im Geschmack dem Feldsalat sehr ähnlich, gekocht schmecken sie wie Spinat.
