Demeter

Kronacker Blog

05
Jun

Salatversuchsanbau + Warenkunde

Momentan bieten wir viele verschiedene Salate in Form und Farbe an.
Wir nehmen an einem bundesweiten Salatversuch teil, an dem die Mehltau-Toleranz variabler Sorten gestestet werden soll. Die steigenden Temperaturen führen zu einer verstärkten Sporenbelastung in Deutschland und erfordern ein Umdenken in der Züchtung weg von der Resistenz- hin zur Toleranzzüchtung.

 

Botanisch werden die Salatpflanzen in zwei Gruppen unterschieden: die Lattich (z.B. Eissalat, Batavia- und Eichblattsalate) - und die Zichoriengruppe (z.B. Chicoree und Endivien). Dabei bilden Feldsalat und Rucola eine Ausnahme, da sie zu anderen Pflanzenfamilien gehören.

Alle Salate enthalten einen weißlichen Milchsaft, insbesondere in den Stängeln und Blütenständen. Dieser Milchsaft, von dem sich auch die botanische Bezeichnung Lactuca ableitet, enthält Bitterstoffe, die der Pflanze bei der Abwehr von Fressfeinden und Schädlingen helfen; andererseits bestimmen sie auch den Wohlgeschmack seiner Grundblätter. Schon seit der Antike wird diese Pflanze in vielen Sorten kultiviert. So existieren etwa 4.500 Jahre alte Reliefs, welche eine Pflanze darstellen, die dem Römischen Salat ähnelt. Von Ägypten ausgehend, verbreitete sich der Salat über die ganze antike griechische und römische Welt.

In Mitteleuropa ist der Gartensalat erst seit der Zeit Karls des Großen verbreitet. Ausgehend von den Klostergärten verbreitete sich der Schnittsalat  mit seinen rosettig locker stehenden Blättern, während in den romanischen Ländern die Kultur des Bindesalates (z.B. Römersalat) mit seinen länglichen, einen lockeren Kopf formenden Blättern entwickelt wurde. Der heute bekannte und beliebte Kopfsalat ist eine Züchtung aus dem Beginn der Neuzeit.







 
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