Demeter

Kronacker Blog

26
Jan

Sieh mal was da lebt!

 

Nach den kalten Frosttagen erwacht die Natur nach nur ein paar warmen Tagen sofort wieder aus ihrem Winterschlaf. Wir haben heute den letzten Grünkohl für diese Saison geerntet, er hat den Frost sehr gut überstanden. Aber wir waren auch überrascht wie viele Insekten in den wenigen warmen Sonnenstrahlen ihre ersten Tänze ausführten. Und im Kohl saßen auch schon wieder kräftige Gemüseeulen, das sind gefrässige Raupen – und nicht immer die besten Freunde der Gärtner – von wunderschönen bunten Nachtfaltern. Der Frost scheint diesen Tieren nichts ausgemacht zu haben, obwohl es immer heißt, der Frost reguliert das sogenannte „Ungeziefer“, diese Aussage können wir nicht bestätigen, Trockenheit und Kälte im Frühjahr behindern die Entwicklung viel stärker. Wir freuen uns immer über alle Insekten, die wir hier entdecken, weil alle Tiere ihre Aufgaben in der Natur haben, und wenn es zu viel von einer Art sind, haben wir Menschen meistens einen großen Anteil daran. Insekten sind wichtige Regulatoren in der Natur und eine große Futterquelle für unsere einheimischen Vogelarten – hier möchte ich schon gleich auf unsere Vogelführung am 17. April hinweisen. Durch die industrielle Landwirtschaft verschwinden viele Arten, weil die Monotonie des Anbaus, das viel zu frühe Mähen der Grünlandbestände und nicht zuletzt der Insektizideinsatz die Lebensgrundlagen vieler Insekten und Vögel zerstören.

Was können wir tun? Selbst in kleinen Gärten können wichtige Inseln geschaffen werden, z.B. mit einheimischen Sträuchern, der Rasen muss nicht immer kurz gemäht sein, er darf ruhig auch einmal höher wachsen und blühen oder ein Laubhaufen in einer Ecke stört unser Auge kaum, ist aber für viele Tiere ein idealer Schutzraum, ganz beliebt sind auch Insektenhotels. In der Hofgemeinschaft haben wir in den letzten 30 Jahren, gerade wegen des Erhalts der  Artenvielfalt, über 12 km Hecken angelegt und: Der biologisch dynamisch Landbau auf Hof Lütjen und der Gärtnerei Kronacker fördern und erhalten eine vielfältige und nachhaltige Kulturlandschaft in unserer Region.







 
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